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Aktuell:

Großeinsatz der Feuerwehr in Esslingen-Mettingen - Gefahrgutunfall

24.08.2021

In einem Firmengebäude in Esslingen-Mettingen ist es am Montagmorgen zu einer Verpuffung bei einem Unfall mit Chemikalien gekommen. Dabei wurden zwei Menschen verletzt. Gefahr für die Bevölkerung bestand nicht.
Bild: SDMG/Kohls
 

Feuer im Landratsamt

20.08.2021

Im Esslinger Landratsamt in den Pulverwiesen ist am Donnerstagabend ein Feuer ausgebrochen.
siehe Artikel Feuer im Landratsamt

Abbiegeassistenten System an Feuerwehrfahrzeugen nachgerüstet

13.07.2021

In den vergangenen Wochen wurden insgesamt 10 Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Esslingen mit einem Abbiegeassistenten System der Fa. Wüllhorst aus Selm nachgerüstet.
Siehe Artikel Abbiegeassistenten System an Feuerwehrfahrzeugen nachgerüstet
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Service  Brandschutz

Brandschutz

Stichwort: Blausäure

Blausäure (Cyanwasserstoff) ist eine farblose, nach Bitter Mandeln riechende, sehr giftige und schnellwirkende Substanz, die über die Blockade von Atmungsenzymen die Verbrennung des Sauerstoffs in den Zellen verhindert. Die Wirkung der Blausäure führt damit zu einer Art innerem Ersticken.
Blausäure, bzw. ihre Verbindungen (Cyanide), kommt in zahlreichen Lebensmitteln vor, so u.a. in den Kernen von Aprikosen, Kirschen oder in Mandeln. Aber auch andere Pflanzenteile wie Leinensamen oder Bambussprossen besitzen einen hohen Anteil an Cyaniden. Die Einnahme von nur 5 - 10 Bittermandeln kann bei einem Kind bereits tödlich enden. Aufgrund der Tatsache, dass in zahlreichen Lebensmitteln Cyanide vorkommen, besitzt der Mensch in der Leber ein Enzym, das es ermöglicht, bis zu ca. 30 mg Cyanide täglich ab- bzw. umzubauen. Da Blausäure bzw. Cyanide intensiv nach Bittermandeln riecht, ist es relativ leicht zu bemerken. Dabei ist jedoch unbedingt zu berücksichtigen, dass etwa 50 % der Menschen auf Grund einer genetischen Besonderheit nicht in der Lage sind, den Bittermandelgeruch wahrzunehmen.
Es sei erwähnt, dass bei der Verbrennung von Polyurethanen, also von zahlreich verwendeten Kunststoffen, Blausäure freigesetzt wird. Daher können u.U. sogar Wohnungsbrände zu tödlichen Blausäurevergiftungen führen. Dabei gilt als Faustformel, dass von den dabei entstehenden giftigen Gasen rund 1/3 Kohlendioxid/Kohlenmonoxid, 1/3 Rauchgase und 1/3 Blausäure sind.

Wirkung auf den Menschen
Blausäure kann durch Einatmen der Gase oder über die Haut in den Körper gelangen. Sie blockiert das Eisen des Hämoglobins der roten Blutkörperchen und stört dadurch die Sauerstoffaufnahme bei der Atmung. Der Sauerstoff kann, obwohl vorhanden, nicht mehr verbrannt wird. Die Folge ist eine sehr schnelle innere Erstickung auf zellulärer Ebene.

Toxität
Die für den Menschen tödliche Dosis liegt bei etwa 1 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Das sind bei einem 70 kg schweren Menschen also 70 mg. Zum Vergleich beträgt der MAK-Wert (Maximale Arbeitsplatz-Konzentration) 11 mg Blausäure pro Kubikmeter Luft.

Symptome
Die Symptome richten sich im Wesentlichen nach der aufgenommenen Menge an Blausäure bzw. Cyaniden. Es lassen sich dabei die folgenden Symptome beobachten:

Leichte Vergiftung: Reizerscheinungen an den Augen, dem Rachen und den oberen Luftwegen, Kopfschmerzen, erhöhter Speichelfluss, Angstgefühle
Mittelschwere Vergiftung: Erbrechen, Krämpfe und quälende Atemnot, starke Angstgefühle
Schwere Vergiftung: Bewusstlosigkeit, starke und relativ schnell eintretende Krämpfe, Tod durch Atemstillstand und Herzstillstand

Bei geringeren aufgenommenen Mengen bilden sich die Symptome auch ohne Behandlung nach einigen Stunden wieder zurück. Bei schweren Vergiftungen kommt es sehr schnell zur Bewusstlosigkeit verbunden mit starken Krampfanfällen. Danach tritt ohne Behandlung sehr schnell der Tod ein.

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