Feuerwehr Esslingen am Neckar

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Aktuell:

Dachstuhlbrand in der Innenstadt

10.08.2022

Zu einem Dachstuhlbrand an einem Mehrfamilienhaus in der Esslinger Innenstadt musste ein Großaufgebot der Rettungskräfte am frühen Mittwochmorgen ausrücken. Kurz nach fünf Uhr gingen die ersten Notrufe bei der Feuerwehr und der Polizei ein, in denen ein Brand auf einem Balkon eines historischen Fachwerkhauses in der Straße Untere Beutau gemeldet wurde.
Siehe Artikel Brand in der Esslinger Innenstadt
Bild: SDMG

Küchenbrand

18.07.2022

Für Aufsehen sorgte am Freitagabend ein Küchenbrand in der Martinstraße. Aus bislang unbekannter Ursache kam es in einem gastronomischen Betrieb zum Brand einer Fritteuse.
Artikel und Bilder gibts hier
Bild: SDMG

Verpackungsmaterialien geraten in Brand

07.06.2022

Am Samstagabend brannte es in einem Firmengebäude in Esslingen-Zell. Wie die Polizei mitteilte, brach das Feuer um 18.20 Uhr aus, die Feuerwehr rückte mit elf Fahrzeugen und 47 Einsatzkräften in die Alleenstraße aus.
siehe Artikel Verpackungsmaterialien geraten in Brand
Bild: SDMG
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Service  Brandschutz

Brandschutz

Stichwort: Blausäure

Blausäure (Cyanwasserstoff) ist eine farblose, nach Bitter Mandeln riechende, sehr giftige und schnellwirkende Substanz, die über die Blockade von Atmungsenzymen die Verbrennung des Sauerstoffs in den Zellen verhindert. Die Wirkung der Blausäure führt damit zu einer Art innerem Ersticken.
Blausäure, bzw. ihre Verbindungen (Cyanide), kommt in zahlreichen Lebensmitteln vor, so u.a. in den Kernen von Aprikosen, Kirschen oder in Mandeln. Aber auch andere Pflanzenteile wie Leinensamen oder Bambussprossen besitzen einen hohen Anteil an Cyaniden. Die Einnahme von nur 5 - 10 Bittermandeln kann bei einem Kind bereits tödlich enden. Aufgrund der Tatsache, dass in zahlreichen Lebensmitteln Cyanide vorkommen, besitzt der Mensch in der Leber ein Enzym, das es ermöglicht, bis zu ca. 30 mg Cyanide täglich ab- bzw. umzubauen. Da Blausäure bzw. Cyanide intensiv nach Bittermandeln riecht, ist es relativ leicht zu bemerken. Dabei ist jedoch unbedingt zu berücksichtigen, dass etwa 50 % der Menschen auf Grund einer genetischen Besonderheit nicht in der Lage sind, den Bittermandelgeruch wahrzunehmen.
Es sei erwähnt, dass bei der Verbrennung von Polyurethanen, also von zahlreich verwendeten Kunststoffen, Blausäure freigesetzt wird. Daher können u.U. sogar Wohnungsbrände zu tödlichen Blausäurevergiftungen führen. Dabei gilt als Faustformel, dass von den dabei entstehenden giftigen Gasen rund 1/3 Kohlendioxid/Kohlenmonoxid, 1/3 Rauchgase und 1/3 Blausäure sind.

Wirkung auf den Menschen
Blausäure kann durch Einatmen der Gase oder über die Haut in den Körper gelangen. Sie blockiert das Eisen des Hämoglobins der roten Blutkörperchen und stört dadurch die Sauerstoffaufnahme bei der Atmung. Der Sauerstoff kann, obwohl vorhanden, nicht mehr verbrannt wird. Die Folge ist eine sehr schnelle innere Erstickung auf zellulärer Ebene.

Toxität
Die für den Menschen tödliche Dosis liegt bei etwa 1 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Das sind bei einem 70 kg schweren Menschen also 70 mg. Zum Vergleich beträgt der MAK-Wert (Maximale Arbeitsplatz-Konzentration) 11 mg Blausäure pro Kubikmeter Luft.

Symptome
Die Symptome richten sich im Wesentlichen nach der aufgenommenen Menge an Blausäure bzw. Cyaniden. Es lassen sich dabei die folgenden Symptome beobachten:

Leichte Vergiftung: Reizerscheinungen an den Augen, dem Rachen und den oberen Luftwegen, Kopfschmerzen, erhöhter Speichelfluss, Angstgefühle
Mittelschwere Vergiftung: Erbrechen, Krämpfe und quälende Atemnot, starke Angstgefühle
Schwere Vergiftung: Bewusstlosigkeit, starke und relativ schnell eintretende Krämpfe, Tod durch Atemstillstand und Herzstillstand

Bei geringeren aufgenommenen Mengen bilden sich die Symptome auch ohne Behandlung nach einigen Stunden wieder zurück. Bei schweren Vergiftungen kommt es sehr schnell zur Bewusstlosigkeit verbunden mit starken Krampfanfällen. Danach tritt ohne Behandlung sehr schnell der Tod ein.

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